Systemische Beratung
und Mediation
Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst. (Heinz von Foerster)

Wissenswertes

1. Was ist systemische Beratung?

Die systemische Beratung 

  • ist neutral, ergebnisoffen und wertschätzend.
  • ist in erster Linie beratend und nicht ratend.
  • besteht aus aktivem Zuhören, systemischen Fragen und Impulsen.
  • beinhaltet mehrere Perspektiven.
  • ermöglicht neue Denkweisen und Lösungen.
  • berücksichtigt das System, in dem sich der Klient befindet, bspw. das unternehmerische oder das familiäre System.
  • ist lösungsorientiert.


2. Was ist der Unterschied zwischen Beratung, Coaching und Therapie?

Therapie ist angezeigt, wenn psychische Störungen vorliegen, wie bspw. eine depressive Verstimmung, eine Zwangsstörung, eine traumatische Belastungsstörung, eine Störung der Impulskontrolle etc.

Beratung und Coaching sind Settings für Probleme ohne Krankheitscharakter. Dabei setzen sowohl Beratung und Coaching an einem konkreten Anlass/Auftrag an und sind temporär überschaubar.

Eine Therapie gehört in die Hände eines Therapeuten. Dabei ist zu beachten, dass seit 1999 der Titel „Psychotherapeut“ geschützt ist. Berechtigt ihn zu führen sind Psychologen (Diplom, Master) und Ärzte mit einer psychotherapeutischen Zusatzausbildung. Ein Heilpraktiker für Psychotherapie ist kein Psychotherapeut. Seine Ausbildung entspricht nicht der Ausbildung eines Psychotherapeuten.

Die Bezeichnung Berater, Coach und Mediator sind im Übrigen nicht geschützt, d.h. jeder kann in Deutschland Leistungen als Berater, Coach und Mediator anbieten. Unabhängig davon, welche Ausbildungen und Weiterbildungen er in diesem Bereich hat.


3. Was ist (systemische) Mediation?

Die Mediation ist eine Methode, um zwischen zwei oder mehreren Parteien, die im Konflikt zueinander stehen, zu vermitteln. Der Mediator ist dabei neutral und allparteilich, d.h. er möchte beide Seiten verstehen. Seine Aufgabe ist es, den beiden Parteien zu ermöglichen, Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten passend sind.

Das deutsche Mediationsgesetz, nach dem ich arbeite, erfordert dabei einen strukturierten Ablauf. Unterschieden werden dabei folgende Phasen:

  • Auftragsklärung
  • Themensammlung: Um welche Konflikte geht es? Welche sollen besprochen werden?
  • Positionierungen
  • Generierung von Lösungen
  • Vereinbarung schaffen

Die systemische Mediation ist analog zur systemischen Beratung auf Lösungen ausgerichtet, indem durch systemische Methoden die Möglichkeitsräume erweitert werden.